Botulinum

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FAKTEN ZU BOTULINUM:

Botulinumtoxin ist ein in der Natur vom Bakterium Clostridium botulinum gebildetes Eiweiß. Es wirkt auf die Muskeln. Botulinum wird heutzutage gentechnologisch gewonnen, unterliegt strengsten Kontrollen und ist mit dem „Gift“ nicht zu vergleichen.

Botulinum wird seit ca. 40 Jahren für medizinische Indikationen verwendet.

Botulinum in der Ästhetik:

Wirkung:

In der Ästhetik setzt die Wirkung von Botulinum direkt an der Ursache von Mimikfalten an: Gezielt in die überaktive Muskulatur injiziert, wird das Molekül dort gebunden und vor Ort abgebaut. Die Wirkung hält 3-6 Monate an. Dabei entspannt das Medikament verkrampfte Muskeln und glättet damit zugleich die hierdurch bedingten Falten.

Wird die Bahandlung fachgerecht durchgeführt, bleibt der natürliche Gesichtsausdruck - entgegen einem weit verbreiteten Vorurteil - erhalten. Denn die Wirkung von gezielt injiziertem und korrekt dosiertem Botulinum entfaltet sich lokal begrenzt und entspannt lediglich die behandelten, faltenverursachenden Muskeln. Nicht zuletzt deswegen ist die Mehrheit der mit Botulinum Behandelten mit den Ergebnissen der Faltentherapie außerordentlich zufrieden, wie Daten aktueller Studien eindrucksvoll belegen. Es kann sogar glücklicher machen!

Behandlung:

Botulinum wird mit genau geeichten Spritzen und sehr dünnen Nadeln in die entsprechende Muskulatur injiziert. Dabei werden vorab gemeinsam die entsprechende Region und auch die Stärke der Behandlung festgelegt. Mehr als ein kleiner Nadelstich ist dabei nicht zu spüren. In den allermeisten Fällen sieht man nach der Injektion gar nichts. Es können in wenigen Fällen nach der Injekton kleine Einstichstellen und selten auch kleine Blutergüsse auftreten. Diese lassen sich aber problemlos überschminken und sie sind auch nach wenigen Tagen wieder verschwunden.

Bei Einsatz zur Faltenkorrektur können durch die verwendeten starken Verdünnungen und die Art der Anwendung keine Vergiftungserscheinungen auftreten.

Nebenwirkungen:

Unerwünschte Effekte können auf einer zu starken oder zu schwachen Wirkung am Zielmuskel beruhen; bei zu schwachem Effekt kann innerhalb der ersten drei Wochen nachinjiziert werden, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen. Ein zu starker Effekt oder ein unerwünschtes Ansprechen reguliert sich meist von alleine, kann aber durch häufige Muskelaktivierung, eventuell auch duch Medikamente noch verkürzt werden.

Wichtig:

Da es sich um ein Mediament handelt, ist der therapeutische Einsatz von Botulinum in Deutschland Österreich und der Schweiz Ärzten vorbehalten. Diese sollten genau über den Inhaltsstoff und sein Verhalten am Muskel, die Anatomie sowie über das Zusammenspiel der Muskeln Bescheid wissen, um optimale, individuelle Ergebnisse zu erzielen. Die Ausbildung der DGBT bietet derzeit das einzige standardisierte Curriculum für ärzliche Kollegen. Ziel ist es, durch eine gründliche Ausbildung die Therapie so sicher wie möglich anbieten zu könnnen. Eine erfolgreiche Behandlung ist von einer Reihe von Faktoren abhängig.

  • Ausbildung und Erfahrung des Therapeuten
  • Gute Kommunikation: wird der Wunsch verstanden? Wird auf Fragen eingegangen?
  • Gute Beratung mit Darstellung möglicher Behandlungsoptionen und sinnvoller Kombinationen

Die DGBT-Zertifizierung attestiert die erfolgreiche Teilnahme an einer weltweit einmaligen gründlichen Ausbildung auf dem Gebiet der ästhetischen Injektions-behandlungen.

Heutzutage wird je nach individuellem Befund in der Regel eine Kombinationstherapie von ästhetischen Injektionsverfahren durchgeführt. Bei mimisch bedingten Falten wird wie beschrieben Botulinum eingesetzt.

Haben sich Falten im Bereich der Wangen oder des Mundes als statische Falten ausgebildet, können diese mit modernen Füllsubstanzen (Filler) aufgefüllt ("unterspritzt")  werden. Wichtig ist die Verwendung sicherer, abbaubarer Materialien. Vor allem Hyaluronsäuren haben sich ausgezeichnet bewährt. Diese werden seit ca. 1990 verwendet und ständig weiterentwickelt. In jedem Fall sollten aber nur abbaubare Filler verwendet werden.

Mit Schwinden des Bindegewebe-und Fett-Anteils der Haut kann es zum Einsinken von Wangen oder Augen, zum Konturverlust der Kinnlinie und zum  Schmalwerden der Lippen kommen. Um die jugendlichen Konturen wieder herzustellen, wurde in den letzten Jahren die Volumentherapie als fester neuer Bestandteil der minimalinvasiven Verfahren etabliert.

Es mehren sich die Hinweise, dass die modernen ästhetischen Injektionsverfahren nicht nur vorübergehend Defekte “ausbessern“, sondern durch positive Einflüsse auf den Hautstoffwechsel und die Alterungsprozesse auch reparieren und optimieren könnnen. So liegen Studienergebnisse vor, dass nach Behandlungen mit Hyaluronsäure-Fillern die körpereigene Kollagensynthese angeregt und die Haut dadurch wieder straffer und fester wird.

Sinnvoll ist es in jedem Fall nicht zu spät zu beginnen: es ist leichter, den Alterungsprozess in jungen Jahren aufzuhalten, anstatt ihn später rückgängig zu machen.

 

Fragen und Antworten zu Botulinum

 

Was ist Botulinum und wie wirkt es?

Der oft gebrauchte Begriff "Botox" ist eigentlich ein Präparatename. Botulinumtoxin ist ein in der Natur vom Bakterium Clostridium botulinum gebildetes Eiweiß. Das Botulinum für klinische Anwendungen wird heutzutage gentechnologisch als Medikament gewonnen. Im menschlichen Körper blockiert es die Freisetzung des Botenstoffes, der für Muskelkontraktionen verantwortlich ist und kann dadurch eine dosisabhängige Muskelentspannung bewirken.

Die Wirkung von Botulinum setzt direkt an der Ursache von Mimikfalten an: gezielt in die überaktive Muskulatur injiziert, entspannt das Medikament verkrampfte  Muskeln und glättet damit zugleich die hierdurch bedingten Falten.

Wie wirkt Botulinum bei der Faltenkorrektur?

Durch ständige Aktivität der mimischen Muskeln können sich im Laufe des Lebens in der darüber liegenden Haut Falten eingraben - zum Beispiel Zornesfalten über der Nase, Stirnfalten oder Lachfalten an den Augenwinkeln (Krähenfüße).

Da Botulinum die Muskelkontraktion durch Blockade des hierfür nötigen Botenstoffes bremsen kann, führen injektionen in die betreffende Muskulatur zu einer dosisabhängigen Enspannung. Als Folge der Muskelentspannung glätten sich die Falten oder verschwinden vollständig, wenn sie noch nicht allzu tief eingegraben waren.

 

Was passiert mit Botulinum nach der Injektion?

Die Injektion erfolgt in den überaktiven Zielmuskeln. Das Molekül wird dort gebunden und in die Nervenzellenendigungen aufgenommen. Der Abbau erfolgt über die nächsten 3 bis 6 Monate vor Ort. Nach dieser Zeit ist der Ausgangsbefund wieder hergestellt, es bleiben keine dauerhaften Veränderungen.

Wie erfolgt die Behandlung mit Botulinum?

Botulinum wird mit genau geeichten Spritzen und sehr dünnen Nadeln in die entsprechende Muskulatur injiziert. Dabei werden vorab die entsprechende Region und auch die Stärke der Behandlung festgelegt. Mehr als ein kleiner Nadelstich ist dabei nicht zu spüren.

Für welche Falten ist Botulinum besonders gut geeignet?

Aufgrund seines Wirkmechanismus (Muskelentspannung) wirkt Botulinum besondes gut bei Falten, die durch häufigen, meist unbewussten Muskelzug entstehen, wie beispielsweise Stirnfalten (enstehen oft bei konzentrietem Gucken) oder durch Mimik bedingte Falten(Lachfalten). Der klassische Anwendungsbereich für Botulinum sind Falten des oberen Gesichtsdrittels, also um die Augen und auf der Stirn.

Botulinum kann aber auch strörende Falten seitlich des Nasenrückens (im englischen "bunny lines" genannt) oder kopfsteinpflasterartige Grübchen am Kinn glätten. vorsichtig dosiert glättet es auch Knitterfältchen um den Mund.

Kann ich nach der Behandlung gleich wieder unter Menschen?

Ja! In den allermeisten Fällen sieht man gar nichts nach der Injektion. Es können nach der Injektion kleine Einstichstellen und selten auch kleine Blutergüsse auftreten. Blutergüsse können durch Verletzung feiner Hautgefäße entstehen, lassen sich aber problemlos überschminken und sind auch nach wenigen Tagen wieder verschwunden.

Der muskelentspannende Effekt setzt allmählich im Laufe der nächsten 2-4 Tage ein.

Wann und wie lange wirkt Botulinum?

In den meisten Fällen tritt der Behandlungseffekt nach 48-72 Stunden auf, der maximale Effekt wird nach 1-2 Wochen erreicht. Selten kann es bis zum Einsetzen der Wirkung auch länger dauern. Die Blockade an der Übertragungsstelle zwischen Nerv und Muskel hält in der Regel 4-6 Monate. Dann haben sich die durch Botulinum bedingten Veränderungen wieder zurückgebildet.

Entsprechend lang bleibt auch das faltenglättende Resultat der Injektion bestehen. Auf Wunsch kann die Behandlung gerne wiederholt werden.

Wirkt das Gesicht nach Behandlung mit Botulinum maskenhaft starr?

Häufig befürchten Patienten, dass ihr Gesicht nach einer Behandlung mit Botolinum nicht nur glatter, sondern auch starr und unatürlich erscheint. Diese Befürchtung ist unbegründet, da durch vorsichtige Dosierung immer nur ein kleiner Teil der Muskulatur vorübergehend ausgeschaltet wird. Das Gesicht ist dadurch einfach entspannter und wirkt oft freundlicher.

Gibt es Nebenwirkungen?

Wie bei allen Injektionsbehandlungen sind Nebenwirkungen durch das Einstechen möglich, durch die extrem dünnen Nadeln kommt es aber nur zu geringen Rötungen und kleinen blauen Flecken.

Weitere Nebenwirkungen sind sehr selten. Bei Einsatz zur Faltenkorrektur können durch die verwendeten starken Verdünnungen und die Art der Anwendung keine Vergiftungserscheinungen auftreten.

Unerwünschte Effekte können auf einer zu starken oder zu schwachen Wirkung am Zielmuskel beruhen; bei zu schwachem Effekt kann innerhalb der ersten drei Wochen nachinjiziert werden, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen.

Ein zu starkter Effekt oder ein unerwünschtes Ansprechen von Nachbarmuskeln lässt meist nach 4 bis 6 Wochen von alleine nach, kann aber durch häufige Muskelaktivierung, eventuell auch durch Medikamente noch verkürzt werden.

Besteht eine Gefahr bei "Daueranwendung"?

In der Neuerologie wird Botulinum bereits seit mehr als 40 Jahren regelmässig bei Patienten eingesetzt, ohne dass Nachteile durch die langfristige Anwendung beobachtet wurden. Das größte Problem ist hier aufgrund der nötigen hohe Dosen ein "Unempfindlich-Werden". Für ästhetische Behandlungen liegen Anwendungsbeobachtungen mit nachgewiesener Sicherheit der Behandlung inzwischen schon für 10 Jahre und mehr vor.

Warum ist eine gute Ausbildung des Therapeuten wichtig?

Da es sich um ein Medikament handelt, ist der therapeutische Einsatz von Botulinum in Deutschland, Österreich und der Schweiz Ärzten vorbehalten.

Diese sollten genau über den Inhaltsstoff und sein Verhalten am Muskel, die Anatomie sowie über das Zusammenspiel der Muskeln Bescheid wissen, um optimale, individuelle Ergebnisse zu erzielen.